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TAGBLATT: Siegesschrei beim Interview


Volleyball:Rottenburg steht nach dem 3:1-Erfolg gegen Moers im Pokal-Viertelfinale


Die Revanche ist geglückt: Volleyball-Erstligist TV Rottenburg hat Liga-Konkurrent Moerser SC gestern Abend vor 1350 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arenamit 3:1 (25:18, 20:25, 25:21, 25:23) geschlagen. Damit hat sich Rottenburg für das Halbfinal-Aus in der Vorsaison gerächt.
Das erste Spiel war Kampf. Das heute war Klasse. TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger

Tübingen.Das Spiel war praktisch schon entschieden. 23:20 führte der TV Rottenburg im vierten Satz. Noch zwei Zähler bis zum Viertelfinale. Doch dann kroch die Angst in die Rottenburger Trikots. Ein Zuspiel von Federico Cipollone kam nicht wie geplant an, Sven Metzger verzog einen Schlag ins Aus - und plötzlich hatte Moers ausgeglichen. In solchen Situationen kippen Spiele häufig. Nicht so gestern in der Tübinger Arena: Mit etwas Glück schlug Metzger den Block an zum 24:23 und Kapitän René Bahlburg schmetterte den Matchball wuchtig ins Moerser Feld. Was folgte waren närrische Rottenburger Jubeltänze.

Auch Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger ließ seine Freude unverblümt raus. Das Interview nach Spielende eröffnete er mit einem lauten Siegesschrei. Dann ließ er eine sachliche Analyse folgen: "Wir werden konstanter. Das war aus der Annahme heraus, das wohl beste Spiel diese Saison."

Rottenburg begann stark. Vor allem der Mittelblock stand stabil mit Felix Isaak und Neuzugang Aitor Canca, der erstmals von Anfang an ran durfte. Auch Satz zwei begann der TVR überlegen, bis eine Aufschlagserie von Moers' Oskar Klingner die Wende brachte. Moers bestrafte nun die Rottenburger Fehler und Unzulänglichkeiten. Rottenburgs Trainer Müller-Angstenberger gestikulierte draußen wild. Nach dem Spiel betonte er die positive Seite: "Wir hatten nur diese eine schlechte Phase."

Satz drei und vier dominierte Rottenburg wieder weitgehend. Im dritten Durchgang brachte eine Aufschlagserie von Canca mit zwei Assen die Wende. Im vierten Abschnitt war es Cipollone, der mit seinen Aufschlägen den Rottenburger Rückstand in eine Führung umwandelte, die Moers nicht mehr zurückholte. "Der Aufschlag war heute ganz wesentlich für den Erfolg", analysierte Müller-Angstenberger.

Gegenüber dem 3:2-Erfolg in der Liga vor dreieinhalb Wochen gegen Moers, sah der Trainer eine Steigerung bei seiner Mannschaft: "Das erste Spiel war Kampf. Das heute war Klasse." Jene knappe Situation kurz vor Schluss beschäftigte ihn allerdings doch noch etwas: "Wir spielen lange taktisch gut, machen dann aber hintenraus, zwei, drei strategisch dumme Sachen." Dennoch ging's diesmal am Ende gut.

Vincent Meissner

Viertelfinale zu Hause gegen Titelverteidiger Haching

Die Auslosung für das Viertelfinale im Pokal bescherte dem TV Rottenburg ein bei Spielern, Verantwortlichen und Fans begehrtes Heimspiel - allerdings auch einen schweren Gegner: Am Mittwoch, 27. November, kommt Titelverteidiger Haching nach Tübingen. "Geiles Los", kommentierte das Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Mittelblocker Felix Isaak sagte: "Es wird schwer, aber zu Hause geht alles." Vergangene Saison scheiterte der TVR im Halbfinale kurz vor dem großen Ziel - dem Endspiel vor rund 10000 Zuschauern in Halle/Westfalen. "Mal schauen, wo der Weg dieses Jahr hinführt", sagte Müller-Angstenberger gestern süffisant. "Vielleicht ja nach Halle. Schließlich war Haching ja schon oft genug dort." Auf 2. März 2014 ist das Finale terminiert. Vornehmen wird sich Müller-Angstenberger vorerst nichts für diesen Tag.

Angebaggert - Randnotiz zum Spiel

Wackliger Stuhl

Kurz fuhr es Schiedsrichter Ferdinand Rill Anfang des dritten Satzes hoch droben auf seinem Schiedsrichterstuhl in die Glieder - sein Stuhl wackelte. "Ich konnte mich gerade noch halten", sagte er später. Mit einem Holzkeil sicherte Ex-Abteilungsleiter Peter Knobelspieß den Stuhl und es konnte weitergehen.vm


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Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

13.11.2013 : 19:30 Uhr

DVV-Pokal Achtelfinale: TV Rottenburg - Moerser SC



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