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TAGBLATT: Viele Chance liegen lassen


Volleyball: Engagierte Rottenburger verlieren gegen Titelanwärter Haching 0:3

Da war mehr drin: Trotz einer teils starken Vorstellung vor 1450 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arena verlor der TV Rottenburg gestern Abend mit 0:3 (16:25, 25:27, 22:25) gegen Titelanwärter Haching in der Volleyball-Bundesliga.

Tübingen.Die Buchmacher gaben Rottenburg vor der Begegnung gestern kaum eine Chance: Für einen Euro bot ein Wettanbieter im Internet bei einem Sieg von Haching gerade mal einen Euro und sieben Cent - für einen Rottenburger Sieg hätte es dagegen 6,57 Euro gegeben. Bei einem anderen Anbieter gar 7,50 Euro. So eindeutig wie die Quote war das Spiel dann jedoch nicht. Zumindest in Satz zwei und drei bereitete der TVR dem amtierenden Pokalsieger Haching massive Probleme.

Dennoch war Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nach der Partie angefressen. Nach René Bahlburgs Schlag ins Aus zum 22:25 im dritten Satz - dem Matchball für Haching - lief er erregt mit den Händen fuchtelnd übers Feld. "Wir haben heute viele Chancen liegen lassen", sagte er später.

In Satz eins hielt der TVR bis zum 14:16 gut mit, dann beendete eine Aufschlagserie von Hachings Konstantin Shumov bis zum 22:14 die Hoffnungen. Im zweiten Abschnitt lag der TVR meist hinten. Nach einem Ass von Marcus Böhme stand es 15:10 für Haching, nach Sven Metzgers Aufschlag ins Aus 20:16.

Doch Rottenburg kämpfte sich zurück: Hachings Ewoud Gommans schmetterte ins Aus - 20:20. Auch das Publikum war nun erwacht und skandierte rhythmisch: "Teeee-Vaauuu-Errrr!" Doch drei Aufschlagfehler machten die erfolgreichen Rottenburger Angriffs-Bemühungen zunichte. Trainer Müller-Angstenberger machte seinem Team jedoch keinen Vorwurf, dass es so großes Risiko beim Aufschlag eingegangen war: "Es war wichtig, in dieser Situation den Druck hoch zu halten - auch wenn es nicht geklappt hat."

In Satz drei startete Rottenburg stark, führte schnell mit 5:1. Doch Haching kam zurück. Der Satz entwickelte sich ausgeglichen, der TVR lag meist vorne. Markus Pielmeiers Punkt zum 22:19 war dann allerdings der letzte Zähler für Rottenburg: Mit einer Sechs-Punkte-Serie entschied Haching auch Satz drei und damit das Spiel für sich. "Es reicht eben nicht, nur bis 22 zu spielen", grantelte Müller-Angstenberger. Und noch etwas ärgerte ihn: "Anscheinend haken wir unsere Fehler nicht schnell genug ab."

Bis zu einem Wiedersehen mit Haching an gleicher Stelle ist es nicht lange hin: Kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt der TVR den Titelverteidiger im Viertelfinale des DVV-Pokals. Trainer Müller-Angstenberger schickt schon mal eine Kampfansage raus: "Haching hat heute eine Vorstellung gekriegt, wie sie hier verlieren können."

Vincent Meissner

Der TV Rottenburg sucht noch nach der Stammsechs

Der TV Rottenburg hat bislang in dieser Saison noch keine zwei Spiele in Serie mit der gleichen Startformation begonnen. Sowohl auf der Diagonal- und Außenposition als auch im Mittelblock gibt es immer wieder Wechsel. Nur Zuspieler Federico Cipollone stand bislang stets von Anfang an auf dem Feld, ebenso wie Rottenburgs einziger Libero Willy Belizer. "Wir sind noch weit entfernt von einer klaren Stammsechs", sagt Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Abhängig macht er die Aufstellung auch stets von Stärken und Schwächen des Gegners. "Das kann im nächsten Spiel schon wieder ganz anders sein. Das Ding ist für alle Spieler offen."

Angebaggert - Randnotizen zum Spiel

Wuchtig ins Gesicht

Bei den Junioren trugen sie einst beide das Rottenburger Trikot, gestern standen sie sich am Netz gegenüber: Rottenburgs Willy Belizer und Hachings Sebastian Schwarz - beide Jahrgang 1985. Im zweiten Satz nahm Schwarz dann direkten Kontakt zu seinem Kumpel auf: Er schmetterte den Ball mit solcher Wucht übers Netz, dass Belizer nicht mehr reagieren konnte und den Ball voll ins Gesicht bekam. Schwarz entschuldigte sich sofort mit erhobener Hand - Belizer brauchte zwei, drei Sekunden, um sich zu berappeln und zeigte Schwarz dann den erhobenen Daumen.

Nur Quatsch

Rottenburgs Federico Cipollone und Hachings Ewoud Gommans hatten zum Schluss des Spiels ein kleines Scharmützel: Weil Cipollone zuvor bei den Schiedsrichtern reklamiert hatte, bejubelte Gommans seine drei Punkte in Serie Ende des dritten Satzes besonders intensiv - und mit einem Kommentar durchs Netz zu Cipollone. Nach dem Spiel sagte der Hachinger: "Diese Emotionen brauchen wir manchmal. Aber das war nur ein bisschen Quatsch."vm


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Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

20.11.2013 : 19:30 Uhr

Volleyball Bundesliga (Herren): TV Rottenburg - Generali Haching



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