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TAGBLATT: Homogenes Team trotz sechs Neuer

Volleyball: Bundesligist TV Rottenburg gewinnt am Freitag zwei Testspiele mit jeweils 3:1 Sätzen

Volleyball-Bundesligist TV Rottenburg ist für die in zwei Wochen beginnende Saison gewappnet: Gestern gewann der TVR seine beiden Turnierspiele in der Paul-Horn-Arena mit jeweils 3:1 Sätzen gegen den schweizerischen Vizemeister TV Schönenwerd und Liga-Konkurrent VSG Coburg/Grub.

Tübingen. In früheren Jahren gab es im Kader des TV Rottenburg ein teils deutliches Leistungsgefälle. Das scheint zur Vergangenheit zu gehören. Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger gab am Wochenende allen seinen Akteuren ähnlich viel Spielpraxis: "Ich kann jeden bringen, ohne dass sie die Qualität verändert", stellte der TVR-Trainer fest. Die Homogenität, die sein Team aktuell bereits ausstrahlt, überrascht den Coach selbst: "Bei sechs Neuzugängen hätte ich das nicht gedacht." Dennoch betonte Müller-Angstenberger, das Team brauche Zeit um sicher zu agieren.

Wo das Team aktuell steht, wurde im Verlauf der Partie gegen die VSG Coburg/Grub deutlich. Schon im ersten Satz waren die Rottenburger besser, als es der vergleichsweise knappe 25:23-Satzendstand aussagte. Im zweiten Satz spielten die Rottenburger die Coburger fast schon an die Wand. Der TVR zeigte schön anzusehendes und - was den Trainer besonders freute - schlaues Volleyball: "Wir haben hohe Bälle aus der Abwehr gespielt, haben auf den richtigen Moment gewartet, um unsere Chancen zu nutzen. Dazu hat die Blockabwehr hervorragend geklappt. Das war sehr überzeugend", lobte Müller-Angstenberger.

Dann der unerklärliche Einbruch im dritten Satz. Tribünengast Jörg Papenheim stellte fest, dass der Faden verloren gegangen sei und feuerte das Team, für dessen Geschicke er bis Ende letzter Saison als Manager verantwortlich war, von oben aus an. Doch der dritte Satz war nicht mehr zu drehen. Mit 20:25 zog sich der TVR noch glimpflich aus der Affäre - die Coburger hatten schon wesentlich deutlicher geführt. Vor allem Adam Kocian brachte die Rottenburger mit seinen Angaben in Verlegenheit. Bis es Müller-Angstenberger zu bunt wurde: "In so einem Moment kann sich das Spiel drehen", sagte der Trainer später. Er wechselte den neuen, jungen Libero Johannes Elsäßer mit den Worten ein: "Zeig' denen mal, wie man den Ball spielt."

Zu Beginn des vierten Satzes hatten die Rottenburger zu kämpfen, um ins richtige Fahrwasser zu geraten. Nach anfänglichem Rückstand kämpften die Rottenburger und fanden darüber zurück zu ihrem Mannschaftsspiel. Nach dem sie sich zwischenzeitlich einen 9:6-Vorsprung erspielt hatten, kam die Souveränität der ersten beiden Sätze zurück. "Kleinere Blockaden musst Du über die Qualität der Spieler und über die Mannschaftstaktik rausziehen", so TVR-Coach Müller-Angstenberger.

Der TVR gewann alle Spiele der letzten drei Wochenende - vielversprechende Ansätze, die der Trainer allerdings nicht überbewerten will: "Die Saison beginnt in zwei Wochen. Heute haben wir noch 0:0 Punkte." Zunächst müsse seine Mannschaft ihr Spiel machen, um an Stabilität zu gewinnen - "erst dann können wir uns nach dem jeweiligen Gegner richten", so Müller-Angstenberger. Gestern wollte er noch kein Saisonziel formulieren, noch nicht einmal ein Mindest-Vorgabe. Im Vereins werde man sich innerhalb der nächsten Wochen auf ein mittelfristiges Ziel einigen: "Wir haben eine junge Mannschaft - wir planen für drei Jahre", so Müller-Angstenberger.

Andererseits weiß er natürlich auch, dass die Karten in der Volleyball-Bundesliga neu gemischt werden: Nach dem Rückzug von Generali Haching wird ein Platz an der Spitze der Liga frei, die anderen Mannschaften rücken nach. Der TV Rottenburg hat zwar nicht die teuerste Mannschaft. Aber, dem gestrigen Eindruck nach zu urteilen, ein sehr homogenes Team. Das ist viel wert.

Michael Sturm

Jörg Papenheim zu Besuch in der alten Heimat

Die alten Bekannten kommen gerne zurück: Nach dem ehemaligen Schmetterkönig des TVR, Stjepan Masic , kam Jörg Papenheim in die Halle. Der zweite Satz lief bereits. Im Juli trat d er Ex-Manager der TVR-Volleyballer seinen neuen Job als Manager des VC Olympia Berlin an. Dort kümmert er sich um die Deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften der Jungen, wie der Mädchen. Der Anfang war verkorkst: Kaum hatte er seinen neuen Schreibtisch in Beschlag genommen, musste Papenheim ihn schon wieder verlassen: Bandscheibenvorfall. Zwei Operationen waren nötig, um ihn wieder fit zu machen. "Das verlängerte Wochenende jetzt ist ein echter Urlaub für mich", sagte er. Die alte Heimat lässt ihn nicht los: Den Saisonstart des TVR wolle er vor Ort erleben. Auf nationaler Ebene freute er sich über die Bronzemedaille der deutsche Herren- Nationalmannschaft bei der WM. Er ärgerte sich aber, dass die Damen nicht nachzogen: "Der Volleyball in Deutschland hat eine Historie verpasster Chancen."


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Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

03.10.2014 : 13:00 Uhr

Turnier Tübingen: TVR gg. Schönenwerd




03.10.2014 : 19:00 Uhr

Turnier Tübingen: TVR gg. Coburg



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