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GEA: Rottenburg gewinnt gegen sich selbst

TÜBINGEN. Vor allem den vierten Satz des 3:2 (21:25, 23:25, 25:16, 25:15,15:10)-Sieges ihrer Mannschaft gegen den CVMitteldeutschland werden die Anhänger von Volleyball-Bundesligist TV Rottenburg noch lange in Erinnerung behalten.

1:2 lag der TVR nach Sätzen zurück und war in der Blitz-Tabelle auf Rang sieben abgerutscht, weil Bestensee zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3:0 gegen Herrsching gewonnen hatte. Ein Punkt, also ein zweiter Satzgewinn, würde den Rottenburgern für Platz sechs und den direkten Einzug in die Play-offs reichen. Bei einer 1:3-Niederlage müsste das Team von Hans Peter Müller-Angstenberger in die Pre-Play-offs. »Wir haben uns gesagt: jetzt oder nie«, beschrieb TVR-Libero Willy Belizer die Gefühlslage des Teams vor dem vierten Durchgang. Sein Mannschaftskollege Tom Strohbach entschied sich für das »Jetzt« und eröffnete mit einem Ass. Schnell zog Rottenburg auf 6:1 davon, über 14:6 ging es zu 20:11. Als ein Angriffsschlag der Gäste zum 25:15 ins Aus flog, hielt es keinen der 2 100 Zuschauerin der Paul-Horn-Arena mehr auf den Sitzen. Müller-Angstenberger sank vor Erleichterung auf die Knie, und sein Team hüpfte jubelnd übers Feld.

Der Einzug in die Play-offs war geschafft. Dass durch ein 15:10 im Tie-Break anschließend noch das Spiel gewonnen wurde, interessierte niemanden mehr. »Mir war ein fünfter Satz noch nie so egal«, sagte Müller-Angstenberger nach der Begegnung. Lange sah es so aus, als ob es so weit gar nicht kommen würde. 21:25 und 23:25 verlor ein völlig verkrampfter TVR die ersten beiden Sätze. »Wir haben nicht gegen Mitteldeutschland gespielt, sondern gegen uns selbst«, fasste Müller-Angstenberger den 0:2-Rückstand zusammen. In der Kabine forderte er sein Team auf, »die Taktik zu vergessen und einfach wie im Training zu spielen«. Dieser Appell kam an, denn wie ausgewechselt wirkte Rottenburg im dritten Satz. Weniger Aufschlagfehler, eine sichere Annahme oder einfach »locker«, wie Belizer es ausdrückte. Mit 25:16 ließ der TVR den Gästen keine Chance.

Dann kam Satz vier – dann der Jubel. Als Sechster der Hauptrunde bekommt es Rottenburg im Play-off-Viertel-finale mit dem Tabellendritten zu tun, den Power-Volleys Düren. Am 14. März steigt die erste Partie in Düren, eine Woche später hat der TVR Heimrecht. Sollte es dann 1:1 stehen, müssen die Rottenburger im entscheidenden Spiel wieder auswärts ran. Zumindest der Druck müsste dann weg sein, denn »wir haben schon mehr als das Ziel erreicht«, so Müller-Angstenberger. (GEA)


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21.02.2015 : 19:30 Uhr

Volleyball Bundesliga (Herren): TV Rottenburg - CV Mitteldeutschland



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