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TAGBLATT: Raus mit Applaus


Volleyball: Saisonende für den TV Rottenburg: Fans und Trainer zufrieden
Die Bundesliga-Saison ist zu Ende für den TV Rottenburg. Ins Playoff-Halbfinale hat er es erneut nicht geschafft. Doch den TVR-Fans in der ausverkauften Paul-Horn-Arena war's egal: Sie applaudierten. Und der Trainer versprach noch eine Steigerung.

Tübingen. Um 21.08 Uhr bat Rottenburgs Hallensprecher Ingo Pufke alle Zuschauer, noch einmal aufzustehen. Noch einmal, die Mannschaft artig anzufeuern und zu klatschen. Und die 2600 Zuschauer in der proppenvollen Halle taten ihm den Gefallen. Die meisten bestimmt nicht, weil sie noch daran glaubten, ihre Mannschaft damit zu einem Satzsieg zu pushen. Es war wohl mehr der Dank für ein - zumindest in den ersten beiden Sätzen - aufregendes und spannendes Spiel. Und für eine Saison, in der die Rottenburger wie nie zuvor eine realistische Chance auf den Einzug in ein Playoff-Halbfinale hatten.

Seit sieben Jahren besucht das Ehepaar Timo und Tamara Kehler regelmäßig die Heimspiele der TVR-Volleyballer. In der Ecke der Haupttribüne ist normalerweise ihr Stammsitz. Diesmal durften sie weiter runter. Auf das Hallenfeld. Auf das Sofa eines Sponsors, auf dem zu jedem Heimspiel die zwei Sieger eines Gewinnspiels das Spiel verfolgen können. "Da bekommt man erst richtig mit, was in der Halle so abgeht", sagte Tamara Kehler.

Das Ehepaar zog 2008 aus Karlsruhe nach Rottenburg. Beide spielen Volleyball. Und Beide sind vom ersten Spiel an begeisterte TVR-Fans. "Uns gefällt der Aufbau hier, die Jugendarbeit, wie die ganze Region dahinter steht", erläuterte Tamara Kehler, "und dass die Spieler hier länger da sind und auch in den Verein eingebunden. Wie ein Dirk Mehlberg, der beispielsweise auch schon die Frauenmannschaft trainiert hat." Die Kehlers zeigten sich angetan von dieser Saison. "Gut, als EnBW noch Hauptsponsor war, da war mehr Geld für hochklassigere Spieler da", sagte Tamara Kehler, "diese Saison mussten sechs neue Spieler eingebaut werden, das darf man nicht vergessen!" Timo Kehler fügte deshalb hinzu: "Das hätten wir vor der Saison nicht gedacht, dass wir direkt in die Playoffs kommen."

Die Sätze könnten auch von Hans Peter Müller-Angstenberger kommen. Der Rottenburger Trainer spricht auch von einer Saison, in der seine Mannschaft "deutlich mehr als erwartet erreicht hat". Der seit 2002 hauptverantwortliche TVR-Coach erinnerte dabei an den Managementwechsel vor der Saison (Daniel Mey für Jörg Papenheim), den sechs neuen Spielern, die Änderungen bei der Arbeit mit den Physiotherapeuten, "auch im Training haben wir bewusst andere Ansätze gewählt".

Für den Einzug ins Playoff-Halbfinale hat es nicht gereicht, was der bisher größte Erfolg in der TVR-Geschichte gewesen wäre. Immerhin bleibt der beste Bundesliga-Saisonstart in der Vereinshistorie mit sieben Auftaktsiegen in Serie. "Und wir haben einen deutlich höheren Zuschauerschnitt als zuvor", sagte Müller-Angstenberger, "die Mannschaft strahlt was aus. Und ich weiß, dass die meisten Spieler im zweiten Jahr besser werden."

Tobias Zug

 

Außenangreifer für Diego Ferreira Guardiano gesucht

Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger möchte mit allen Spielern des Kaders weiter machen, sagt er. Auf einen muss er allerdings wohl verzichten: Außenangreifer Diego Ferreira Guardiano ist wegen seiner kranken Frau vor einer Woche nach Spanien zurückgeflogen. "Er ist definitiv weg", sagt Müller-Angstenberger, "ich glaube nicht, dass er wieder den Weg hierher kommen wird." Sollten ansonsten alle Spieler bleiben, werde noch ein Annahme-Außen-Spieler gesucht, eventuell auch ein zweiter. Mit zwölf oder 13 Spielern wolle der TVR in die kommende Saison gehen. "Das wäre dann eine gute Konkurrenzsituation", sagt Müller-Angstenberger.


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21.03.2015 : 19:30 Uhr

Volleyball Bundesliga (Herren): TV Rottenburg - SWD powervolleys Düren Playoff Viertelfinale 2. Spiel



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