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TAGBLATT: Ein wenig fehlt wieder mal


Volleyball:Couragiert aber glücklos - Rottenburg schafft keine Bundesliga-Sensation
TV Rottenburg hat es Bundesliga-Spitzenreiter Berlin Volleys schwerer gemacht, als es sich dieser vielleicht vorgestellt hatte. Aber der Favorit siegte dennoch mit 3:0 (25:23, 25:14, 25:19).

Berlin. Selbstbewusst wollten sie auftreten, die Rottenburger. Befreit spielen beim Spitzenreiter. Nicht an die Niederlagenserie denken. Und was taten sie? Genau das. Sollte sich ein Volleyball-Bundesliga-ahnungsloser Tourist unter die 3500 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle gemischt haben, er hätte nicht erahnt, wer von diesen beiden das Topteam und welcher der TV Rottenburg ist.

Der Drittletzte vom TVR kämpfte im ersten Satz um jeden Punkt, ließ die Berliner nie davon ziehen. "Das war eine gute Antwort auf das Pokal-Aus in Bühl", sagte TVR-Zuspieler Federico Cipollone. Berlin hatte zwar Satzbälle, doch die Rottenburger wehrten beim 21:24 einen ab, beim 22:24. Als Tom Strohbach zum 23:24 punktete, klatschte an der Außenlinie TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger sich die Handballen wund. Berlin nahm eine Auszeit. Und Außenangreifer Paul Lotman sicherte dem Tabellenführer doch noch den Satzsieg. "Wir waren mit Berlin auf Augenhöhe, aber gegen Ende des ersten Satzes hat mal wieder ein wenig gefehlt", sagte TVR-Diagonalangreifer Sven Metzger. Nicht mehr auf der Höhe waren die Rottenburger im zweiten Satz. Annahmefehler häuften sich, bereits bei der ersten technischen Auszeit stand es 8:2 für Berlin. Konsequent spielten die Berliner nun ihre Angriffe und setzten sich mehr und mehr ab. "Wir haben den Start einfach verpasst und dann den Anschluss nicht mehr gefunden", sagte Metzger.

Im dritten Satz zeigte sich der TVR wieder kämpferisch. Die Aufschläge kamen gut, vor allem von Friederich Nagel. Der TVR führte phasenweise mit zwei Punkten. Bis zum 17:17. Eine Aufschlagserie von Lotman, aber auch die strammen Angaben von Paul Carroll (zum besten Berliner gewählt) sorgten doch noch für die Nicht-Sensation. "Die Klasse des Gegners hat uns nicht daran gehindert, unser Spiel zu machen und diesen schwierigen Punkt nach dem Bühl-Spiel zu bewältigen", sagte TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Berlins Mittelblocker Tomas Kmet sagte: "Unsere Aufschläge waren in meinen Augen am Ende ausschlaggebend."

Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger variierte seine Aufstellung beim Tabellenführer. Johannes Elsäßer begann diesmal als Libero, spielte auch in allen drei Sätzen. Ab und zu kam Stamm-Libero Willy Belizer rein. In den Pausen redete Müller-Angstenberger immer viel mit Elsäßer, der bei der Annahme eine ordentliche Partie zeigte. Von Beginn an setzte Müller-Angstenberger auf Zugang Kevin Foyer, der sein zweites Bundesligaspiel für den TVR machte. Und gleich wichtige Punkte zu Beginn erzielte. Topscorer war allerdings Tom Strohbach, den Berlins Trainer Roberto Serniotti zum wertvollsten TVR-Spieler wählte. Der lobte auf der Internetseite des Klubs auch den Auftritt des Gegners aus Rottenburg und sagte: "Die Zuschauer haben heute ein gutes Match mit wenigen kleinen Fehlern gesehen. Die Rottenburger haben stark dagegen gehalten und über das gesamte Spiel kontinuierlich ihr Level abgerufen." Das aber nicht für eine Überraschung reichte.

Tobias Zug

 

Der Volley-Check

Dirk Mehlberg: Der Außenangreifer kam zu Kurzeinsätzen. Ist nach langer Krankheit noch nicht fit und bei alter Leistungsstärke.

Kevin Foyer: Der Zugang wurde oft gesucht bei den Angriffen, nicht sehr sicher bei der Annahme (14% positiv).

Philipp Jankowski: Fiel nicht ab, aber auch nicht sonderlich auf.

Federico Cipollone: Ohne Hoch- und Tiefpunkte.

Friederich Nagel: Sorgte für Schwung, als er reinkam. Im dritten Satz ganz stark bei den Angriffen, brachte sehr gute, druckvolle Aufschläge, die Berlin Probleme bereitete - sogar ein Ass war dabei.

Sven Metzger: Fleißigster Angreifer der Rottenburger, weshalb aber auch einige Fehlangriffsschläge darunter waren.

Felix Isaak: Steuerte drei Blockpunkte bei, sichere Aufschläge.

Lars Wilmsen: Zwei Blockpunkte machte der Mittelblocker, zeigte immer wieder gute Aktionen im Angriff.

Tom Strohbach: Der Außenangreifer und Nationalspieler nähert sich immer mehr seiner Bestform. Wirkte bei zwei Patzern sehr sicher bei der Annahme, bester Scorer im Team (10 Punkte).

Johannes Elsäßer: Der Libero meisterte die starken Aufschläge der Berliner recht souverän.

Keine oder zu wenige Einsatzzeiten, um in die Wertung zu kommen: Felix Orthmann, Willy Belizer, Johannes Schief.


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Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

28.11.2015 : 18:30 Uhr

Der TVR beim Auswärtsspiel in der Hauptstadt

Berlin Recycling Volleys - TV Rottenburg

Der TVR beim Auswärtsspiel in der Hauptstadt



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