Homepage präsentiert von Tagblatt

News 1. Bundesliga Herren 1

0 Kommentare

TAGBLATT: Vor dem Finale


Volleyball: Bundesliga-Tabellenführer Berlin beim TV Rottenburg

Zuhause hat der TV Rottenburg schon jeden in der Bundesliga mal gewonnen - fast: Gegen die Berlin Volleys (früher SCC) noch nie. Am Samstag (19.30 Uhr) versucht er zum neunten Mal, die Sensation zu schaffen. Gelegen kommen könnte ihm das derzeitige Spielprogramm des Tabellenführers.

Rottenburg. Den Sieg erlebten die Rottenburger laut ihrem Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger als "historisch, emotional überbordend und einfach phänomenal". Der Rottenburger Mannschaftskapitän hatte den Erfolg tags darauf noch nicht ganz verarbeitet. "Im vergangenen Jahr haben wir auch schon gut gegen die Großen gespielt, aber meistens dann den letzten Satz doch verloren. Das war diesmal anders", sagte der übernächtigte Kapitän. "Heute feiern wir, ab morgen werden wieder alle bluten im Training", kündigte der Trainer an.

Das war nicht vergangene Woche nach dem Heimsieg gegen Düren, obwohl die Rottenburger Volleyballer da auch schon vollgepumpt waren mit Dopamin. Diesen "historisch, emotional überbordenden" Sieg feierte der TVR vor etwas mehr als sechs Jahren in Berlin, dessen Bundesligist damals noch SCC hieß. Der Mannschaftskapitän hieß damals Matthias Pompe, der vergangenes Wochenende mit Düren bei seinem Ex-Klub unterlag.

Jener 3:2-Sieg damals vor 3700 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle war tatsächlich was Historisches, denn zuvor und danach hat der TV Rottenburg in seinen insgesamt zehn Bundesligajahren nie gewonnen gegen die Berliner. Bis auf diesen Tie-Break-Sieg gewann der TVR auch nie mehr als jeweils einen Satz gegen den sechsmaligen deutschen Meister.

Allerdings: Sooo schlecht scheinen die Aussichten auf eine neuerliche Rottenburger Sensation - und das wäre schon ein Punkt - diesmal gar nicht zu sein. Denn der Tabellenführer von den Volleys aus Berlin ist in diesen Tagen viel unterwegs, so dass die Bundesliga-Partie in Tübingen fast zu einer Zwischenstation verkommt. Am Mittwochabend spielten die Berliner im CEV-Cup beim finnischen Meister Valepa Sastamala (1:3), am nächsten Sonntag haben sie das Pokalfinale gegen Bühl. Und am Mittwoch in fünf Tagen steht das Bundesligaspiel gegen CV Mitteldeutschland an.

Berlins Sportdirektor lobt Rottenburg

TVR-Kapitän Philipp Jankowski, der beim Nachwuchs des SSC Berlin spielte, sieht darin eine hohe Belastung für die Berliner. "Vor allem das Pokalfinale ist das große Highlight für Berlin, diesen Titel wollen sie schon lange wieder mal holen", sagt er. Allerdings: "Die werden uns nach unserem Sieg gegen Düren sicherlich nicht unterschätzen. Sie sind Profis genug, zuerst den Fokus auf uns zu richten und dann auf das Pokalfinale zu schauen."

Gestern Nachmittag sind die Berliner in der Hauptstadt gelandet. Heute fahren sie mit dem Bus nach Tübingen - mit dem kompletten Kader, wie Sportdirektor Roko Sikiric sagte. "Wir spielen von Anfang an in dieser Saison jeden dritten Tag. Das ist natürlich schwer für unsere Spieler, vor allem unsere Nationalspieler hatten wohl nicht einmal eine Woche frei. Aber wir kämpfen!" Auch gegen den TV Rottenburg: "Das ist immer schwer dort", sagte Sikiric, "die Halle ist immer voll, die Fans sind enthusiastisch. Ich glaube, der vorletzte Tabellenplatz zeigt nicht die wahre Stärke der Rottenburger: Die sind besser !"

Gerockt wird am Samstag in der Zehn-Minuten-Pause auf jeden Fall: Da spielt nämlich die Musikband "Magnetfeld".

Vier Spiele hat der TV Rottenburg in der Hauptrunde noch. Vier Spiele, um den Klassenverbleib zu schaffen - und damit gleichzeitig auch die Qualifikation für die Pre-Playoff-Spiele. Als Tabellenvorletzter hat der TVR derzeit einen Punkt Vorsprung vor dem Abstiegsplatz, auf dem die Netzhoppers KW-Bestensee stehen (10 Punkte). Allerdings haben die Netzhoppers auch ein Spiel weniger absolviert. Und: Sie spielen am Samstag gegen den mit dem TVR punktgleichen Drittletzten CV Mitteldeutschland, der aber ebenfalls erst 15 Spiele hat. Sollten die Netzhoppers oder der CVM nach diesem Spiel punktgleich mit Rottenburg sein, wäre der TVR Letzter - weil er weniger Siege als die Beiden. I n den vier verbleibenden Spielen trifft der TVR in drei auf die Top Drei der Tabelle. Heißt: Das Heimspiel gegen den derzeitigen Achten VSG Coburg/Grub (5. März) könnte für den TVR das Finale um den Klassenverbleib werden. Hier das Restprogramm der drei Abstiegskandidaten: TV Rottenburg: Berlin Volleys (Heimspiel), Rhein Main United (Auswärts), Coburg (H), Friedrichshafen (H). Netzhoppers KW-Bestensee: Mitteldeutschland (A), Lüneburg (H), Bühl (A), Herrsching (H), Düren (H). CV Mitteldeutschland: KW-Bestensee (H), Berlin (A), Lüneburg (A), Bühl (H), Herrsching (H).

Tobias Zug


Bildergalerie zu diesem Bericht




Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

20.02.2016 : 19:30 Uhr

Der TVR empfängt den Vizemeister

TV Rottenburg - Berlin Recycling Volleys

Der TVR empfängt den Vizemeister



Weiterführende Links



VBL Logo KSK Tübingen Volleyballdirekt