Homepage präsentiert von Tagblatt

News 1. Bundesliga Herren 1

0 Kommentare

TAGBLATT: Finaler Showdown


Volleyball: Rottenburger Bundesliga-Abstiegs-"Endspiel"

Da können sie rechnen und deuten, wie sie wollen: Um noch eine realistische Chance auf den sportlichen Klassenverbleib zu haben, müssen die Rottenburger Bundesliga-Volleyballer am Samstag (19.30 Uhr, Paul-Horn-Halle Tübingen) gegen die VSG Coburg/Grub gewinnen.

Rottenburg. Klar: Die Chance auf den nicht-sportlichen Klassenverbleib stehen in der Volleyball-Bundesliga immer auch nicht so schlecht, nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder Teams aus finanziellen Gründen zwangsabgestiegen sind. "Aber damit beschäftigen wir uns null und gar nicht", sagt Hans Peter Müller-Angstenberger, Trainer des TV Rottenburg. Nur ein Sieg gegen die VSG Coburg/Grub lässt dessen Team die Hoffnung, nicht am letzten Spieltag gegen den Rekordmeister VfB Friedrichshafen unter Siegzwang stehen zu müssen.

Die Coburger sind sicher für die Pre-Playoffs qualifiziert - und haben einen Negativlauf: Die vergangenen neun Spiele haben sie allesamt verloren. Allerdings immerhin unter anderem gegen den VfB Friedrichshafen einen Punkt geholt (2:3). Der letzte Sieg gelang der VSG am 12. Dezember - gegen den TV Rottenburg. "Es ist ganz wichtig, dass wir Heimrecht haben", sagt TVR-Mittelblocker Felix Isaak, "das kann den Unterschied machen. Uns wird die eigene Kulisse im Tollhaus enorm helfen, dass wir die benötigten hundert Prozent abrufen können." Klatschen für den Klassenverbleib.

Die Coburger waren zu Saisonbeginn das Team der Stunde: Aus den ersten acht Partien holte das Team um Ex-TVR-Spieler Timon Schippmann sechs Siege. "Coburg ist die positive Überraschung der Saison", sagt Isaak, "auch gegen starke Gegner halten sie gut mit." Doch in der Rückrunde folgte der Bruch. Immerhin: Gegen alle Teams bis auf Frankfurt verbuchten die Coburger zumindest Satzerfolge. "Das ist ähnlich wie bei uns", sagt Hans Peter Müller-Angstenberger, der mit seinem Team gar 14 Spiele in Serie verlor bis zum Sieg gegen Düren.

Weshalb die Rottenburger dort stehen, wo sie jetzt stehen: auf dem letzten Tabellenplatz. Müller-Angstenberger: "Wir sind mit anderen Zielen gestartet, deshalb ist es jetzt die größte Herausforderung für Mannschaft und Trainer, diese neue Zielsetzung zu schaffen." Den Klassenverbleib.

Diesen dazu benötigten Sieg im "Showdown", wie es Müller-Angstenberger nennt, gegen Coburg/Grub. Sollte seine Mannschaft diesen letzten Platz verlassen und damit in die Pre-Playoffs zu kommen, "dann haben die Jungs richtig was gelernt, dann können sie was mitnehmen für ihren weiteren Weg."

Müller-Angstenberger freut sich auf das Spiel: "Dafür treiben wir ja alle Sport, um solche Situationen zu haben. Es geht richtig um was!" Die Spieler hätten "ganz zielgerichtet" trainiert: "Ich habe das Gefühl, sie sind zunehmend fokussierter, aber mit einer guten Mischung, dass auch die Lockerheit da ist." Trotz der jüngsten zwei 0:3-Niederlagen gegen Frankfurt und Berlin denkt Felix Isaak an den Sieg zuvor zurück. "Uns tat dieser jüngste Erfolg gegen Düren gut", sagt er, "jetzt haben wir die zweite Chance, ein entscheidendes Spiel zuhause gut zu gestalten." Dabei muss Rottenburg "eine sehr ausgeglichene Mannschaft" (Müller-Angstenberger) in den Griff bekommen, die mit Diagonalangreifer Lubos Kostolani den aktuellen Topscorer der Liga (353 Punkte) in ihren Reihen wissen.
Egal: "Gesagt ist genug", sagt Müller-Angstenberger, "lasst das Spiel beginnen!"

Abstiegs-Konkurrenten mit jeweils einem Spiel mehr

Die Rottenburger Mitabstiegs-Kontrahenten spielen im Fernduell am Samstag jeweils um 20 Uhr in Lüneburg (CV Mitteldeutschland) und Bühl (Netzhoppers KW-Bestensee). Mit zwölf Punkten stehen die beiden Teams jeweils einen Punkt vor dem Tabellenletzten vom TVR auf den Nichtabstiegsplätzen. Allerdings haben beide noch ein Spiel mehr: Der CVM spielt am Mittwoch zuhause gegen Bühl, am Samstag (12. März) in Herrsching. KW-Bestensee spielt am Mittwoch gegen Herrsching, das letzte Hauptrundenspiel zuhause gegen Düren. Der TVR spielt nach dem Coburg-Spiel am Samstag (12. März) zum Hauptrundenabschluss zuhause gegen den VfB Friedrichshafen.In der Zehn-Minuten-Pause des Coburg-Spiels tritt die Akrobatik AG des Gymnasiums aus Haigerloch auf.

Tobias Zug


Bildergalerie zu diesem Bericht




Veranstaltung(en) zu diesem Bericht

05.03.2016 : 19:30 Uhr

Heimspiel gegen Coburg

TV Rottenburg - VSG Coburg/Grub

Heimspiel gegen Coburg



Weiterführende Links



VBL Logo KSK Tübingen Volleyballdirekt